Drei Vorträge auf der ICA in Puerto Rico

Dieses Jahr bin ich an drei Beiträgen beteiligt, die in Puerto Rico präsentiert werden:

“Exploring News Content Complexity Using Network Analysis” (mit Carina Jacobi, Jakob-Moritz Eberl, und Stephan Schlögl) diskutiert wie Netzwerkanalyse dazu beitragen kann, die Komplexität von Medienberichterstattung zu erklären. Indem wir politische Berichterstattung als symbolisches Netzwerk konzipieren, können wir drei nützliche Indikatoren aus der Netzwerkanalyse adaptieren, um die Komplexität der Nachrichten in verschiedenen Medien zu vergleichen. Über Netzwerkdichte können wir den Grad der Verbindungen in der beschriebenen Debatte erfassen, Netzwerk Zentralisierung erfasst den Fokus auf einzelne Akteure oder Themen, und Netzwerk-Heterogenität spiegelt die Vielfalt der Akteure und Themen wider. Im Anschluss an eine theoretische und methodische Diskussion der Anwendbarkeit dieser drei Indikatoren demonstrieren wir ihren Nutzen auf Basis einer Fallstudie zur politischen Wahlberichterstattung in Qualitäts- und Boulevardzeitungen.

“Issue Public Membership as a Mediating Factor in the Individual Agenda-Setting Process” (mit Ramona Vonbon und Hajo Boomgaarden): Dieser Aufsatz untersucht die Rolle der individuellen Medienagenda und der Zugehörigkeit zu einer Themenöffentlichkeit in Agenda-Setting-Prozessen. Das aufgestellte theoretische Modell wird für fünf Themen auf Basis einer Inhaltsanalyse von 28 Nachrichtenmedien und einer Panel-Befragung mit n= 2,456 im Rahmen der Nationalratswahl 2013. Die Pfadmodelle zeigen, dass die öffentliche Agenda recht stabil ist. Desweiteren wird der Einfluss der Medienagenda auf die persönliche Themenagenda mediiert durch das Interesse an einem bestimmten Thema, also durch die Zugehörigkeit zu einer Themenöffentlichkeit.

“Perceptions of Climate Changes Imagery. Evoking Salience and Self-Efficacy Through Visualization of Climate Change” (with Julia Metag, Mike Schäfer, Tjado Barsuhn, Tobias Füchslin): Although the media coverage of climate change has been given some attention in the last years, only very few studies deal with visual representations of climate change. As a study by O’Neill et al. (2013) for Australia, USA and the UK has shown, climate change imagery can shape people’s perceptions of the issue. Therefore we analyze the influence of climate change imagery on citizens’ perceptions in Switzerland, Germany and Austria. We focus on which images would increase the salience of climate change as an issue (‘this image makes me feel climate change is important’) and which images would enhance self-efficacy (‘this image makes me feel I can do something about climate change’). The data was gathered in Q-methodology sorting sessions which were held in the three countries. Results were quite consistent across countries. Imagery of climate change impacts promotes salience while imagery of renewable energies and mobility enhances self-efficacy. The findings are similar to the US, UK and Australia (O’Neill et al., 2013) and strengthen the cross-cultural consistency in perceptions of visual representations of climate change.

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